Steuerflucht

Wirtschaftsfachleute warnen schon seit längerem. Die heimische Steuerpolitik kann Unternehmen dazu veranlassen ins Ausland abzuwandern. In zumindest einem Fall scheint diese Prognose zuzutreffen. grassersaeumtWie erst kürzlich bekannt hat Karlheinz Grasser den bisherigen Firmensitz seiner renommierten Steuerhinterziehungskanzlei in Maria Wörth am Wörthersee verkauft. Von wo aus er künftig seine Geschäfte tätigen wird, ist noch nicht bekannt, jedenfalls nicht aus Österreich. Der Firmeninhaber zeigte sich vor allem über die ÖVP enttäuscht. „Mit ihrer Blockade der Reichensteuer verhindert sie ein unternehmerfreundliches Steuerrecht. Es ist doch vollkommen egal ober der Höchststeuersatz 50, 60 oder 80 Prozent beträgt solange über Ausnahmen und Schlupflöcher gesichert ist, dass das niemand zahlen muss. Bei der Pensionsreform hat man das ja auch verstanden und mit der ‚Hacklerregelung‘ zu gewährleisten, dass das eigene Klientel kleine Verschlechterung erfährt.“ Für Grasser ist jedenfalls das Kapitel Österreich abgeschlossen. „Für mich ist das ganze kein Problem. In meiner Branche kann man auf der ganzen Welt krumme Geschäfte machen. Die wirklich leidtragenden sind wiederum die kleinen Mitarbeiter, insbesondere solche, die für den regulären Arbeitsmarkt zu wenig Voraussetzungen mitbringen. Leute wie etwa Walter Meischberger sind auf Betriebe wie meinen angewiesen. Hier erfahren sie die notwendige, auch politische Stütze, die ihnen ein Einkommen sichert, das weit über ihren tatsächlichen Fähigkeiten liegt. Betriebe können weiterziehen, diese Leute bleiben einfach auf der Strecke liegen.“



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