Bodenseer fordert Wirschaftsschutzzonen

Natürlich ist Natur wichtig, betont Jürgen Bodenseer, Präsident der Tiroler Wirtschaftskammer. „Ich bringe ja meiner Frau selbst oft Blumen mit.
Man muss sich aber auch bewusst sein, dass in Tirol nur 13 Prozent der Fläche besiedelbar und damit auch wirtschaftlich nutzbar sind.

Wirtschaft braucht Freiheit Bildquelle: Wikipedia

Wirtschaft braucht Freiheit
Bildquelle: Wikipedia

Selbst wenn die touristisch und zur Energiegewinnung genutzte Flächen abgezogen werden, bleiben immer noch gut 75 bis 80 Prozent des Tiroler Bodens für die Natur über. Das muss doch wohl reichen, was will man da noch schützen. Nicht die Natur, sondern die Wirtschaft ist gefährdet. Die gesamte, einst blühende Textilindustrie, etwa in Telfs, ist vollständig in Länder wie Bangladesch abgesiedelt. Was dieses Land wirklich braucht, ist die Ausweisung von Wirtschaftsschutzgebieten, in denen sich Wirtschaft ohne menschliche Eingriffe ungehindert entfalten kann. Es wird immer der Eindruck erweckt, dass Natur-, Arbeitnehmer-, Konsumenten- und ähnliche Schutzrechte quasi naturgegeben sind. In Wirklichkeit ist das Menschenwerk, das mehr und mehr Raum einnimmt. Wohin das führt zeigt ein Blick auf Länder, die auf solche Beschränkungen verzichten. Während Europa und Tirol nach wie vor unter der Krise stöhnen, gibt es kaum ein Kleidungstück, kaum ein elektronisches Gerät das nicht aus Ländern wie Bangladesch, Indien Taiwan oder China kommt. Das sind Länder in denen Wirtschaft jene Freiheit geniesst, die sie zum Überleben benötigt. Wenn wir nicht endgültig den Anschluss verlieren wollen, führt kein Weg an der Festlegung grossräumiger Wirtschaftsschutzzonen vorbei. Gewerkschaften, Arbeiterkammer, Grüne, Umweltanwälte und -organisationen oder wie sie sonst noch alle heissen müssen endlich zur Kenntnis nehmen, dass ihnen nicht die Welt und auch nicht Tirol gehört. Denn eines muss uns klar sein: ‚Geht es der Wirtschaft gut, dann geht es der Wirtschaft gut‘.“



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