Trockengelegt

Genug ist genug, kommentierte Stadtrat Gerhard Fritz den Vorstoß von LAbg. Rudi Federspiel die Alkoholverbotszonen in Innsbruck drastisch auszudehnen. Er habe ja nichts dagegen ab und zu ein verbotenes Gläschen Wein zu drinken, aber er könne sich ja schließlich nicht in ganz Innsbruck besaufen, um den Verbotswahn in die Schranken zu weisen. ConcordiaDas sei ihm seine Gesundheit nicht wert. Dennoch wollen sich die Grünen der Temperenzlermehrheit in Innsbruck und Tirol nicht kampflos ergeben. Die Abgeordneten werden auf einen Teil ihrer Einkünfte verzichten und damit einen Fonds speisen, der Strafen wegen verbotenen Alkoholkonsums übernimmt. Einzige Voraussetzung ist, dass gegen den Strafbescheid Rechtsmittel eingelegt wird.
Aber auch die Verbotsbefürworter blieben nicht untätig. Gestern wurde die Marienstatue auf der Annasäule gegen Concordia, der Göttin der Tugend und Abstinenz getauscht. Der Denkmalschutz hatte dazu bereits vor einiger Zeit seine Zustimmung erteilt. „Die Annasäule wurde ja zum Gedenken der Abwehr der Bedrohung durch die Bayern errichtet. Heute bedrohen uns Liederlichkeit und Werteverlust. Die Änderung erhält die Funktion des Wahrzeichens als Denkmal.“ Die Concordia-Statue wurde von einem unbekannten Gönner der Stadt Innsbruck geschenkt. Ihr Antlitz ist halb als Totenschädel ausgeführt. Dies soll als Mahnung die Gefahren eines ausschweifenden Lebenswandels drastisch vor Augen führen.



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