Tivoli wird Natura 2000 Gebiet

Fußball und Natur sind kein Widerspruch. Unter diesem Motto hat die Tiroler Landesregierung die Heimstätte des FC Wacker Innsbrucks in den Ausweisungsvorschlag für die Natura-2000-Schutzgebiete aufgenommen.  Die, vor allem in der gegnerischen Platzhälfte, völlig unberührte Natur , sowie der Umstand dass auf dem Tivoliareal keinerlei Kraftwerke geplant sind, waren für die Entscheidung ausschlaggebend. tivoli_naturaDie Unterschutzstellung hat auch Auswirkungen auf den Spielbetrieb. So darf das Spielfeld künftig nur mehr von einer statt bisher von zwei Manschaften betreten werden. Der Trainigsbetrieb des FC Wacker kann damit uneingeschränkt aufrecht erhalten werden.  Lediglich an den Spieltagen müsste entschieden werden, ob der Tiroler Traditionsverein das Spiel alleine bestreitet, oder ob er sich in der Halbzeitpause mit der Gastmannschaft abwechselt. Umweltlandesrätin Ingrid Fellipe würde ersteres bevorzugen. „Erfahrungen in der Vergangenheit haben gezeigt, dass die Spieler des FC Wacker deutlich schonender als ihre Gegner mit dem Platz umgehen.“ Hier kann sie auch mit der Unterstützung durch die Vereinsführung rechnen. Sollte es tatsächlich gelingen andere Mannschaften vom Tivoli fernzuhalten, will man künftig noch mehr auf langsame und fließende Bewegungsabläufe setzen. Folgerichtig soll der künftige Trainer auch in den Reihen geprüfter Yogalehrer gesucht werden.
Der Verein erwartet sich aber auch einen finanziellen Ausgleich für seine Bemühungen. Das Land Tirol hat bereits zugesagt zusätzlich zur Sportförderung auch Gelder aus dem Natur- und Umweltschutz bereitzustellen. Man erwartet sich aber auch, dass die Stadt Innsbruck, die ja touristischer Hauptnutznießer des neuen Naturschutzgebietes wird, mitzieht.



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