Gratisparken

Anschlag auf die Stadtkasse

Auch in Innsbruck zählen Verkehrsstrafen zu einem wesentlichen Instrument im Kampf gegen die Schuldenkrise. Die Stadt Innsbruck hat diesen Trend rechtzeitig erkannt. Mit der neuen Parkraumbewirtschaftung, wollte die Stadtführung im Kerngeschäft „verbieten und strafen“ neue Akzente setzen. Dies ist aber offenbar einigen Innenstadtoligarchen ein Dorn im Auge.

Gratisparken

So wird gegen die Kurzparkzonenabgabe gehetzt

Grossangelegte Ermittlungen, bei denen umfangreiches Werbematerial der Innenstadtkaufleute sichergestellt und ausgewertet wurden, förderten nun einen perfiden Plan an den Tag. Mittels tausender Gratisparktickets sollen Autofahrer radikalisiert und zum vorgeblich legalen kostenlosen Parken animiert werden.

Zur Verteidigung der Stadtfinanzen wurde die Mobile Überwachungsgruppe in Alarmbereitschaft versetzt. Dennoch ist es fraglich ob die Stadt den massiven Einnahmeverlust verhindern kann. In den vergangenen Jahren wurde gerade im Stadtzentrum ein dichtes Netz an Untergrundparkmöglichkeiten geschaffen. Auf Grund deren unverschämten Preise wurde Gefahr für die städtischen Einnahmen jedoch nicht erkannt. Dieses Versäumnis rächt sich nun. Kampflos aufgeben will aber die ressortzuständige Vizerbürgermeisterin Sonja Pitscheider trotzdem nicht: „Wenn, wie es sich zur Zeit abzeichnet, Verhandlungen zu nichts führen, werden wir alle unsere Mittel ausschöpfen. Im äussersten Fall scheuen wir auch nicht davor zurück gratisschwarzfahren auf allen Linien in die Innenstadt anzubieten. Dabei wäre die Fahrt selbst kostenlos, lediglich die Strafe selbst wäre von den Ertappten zu entrichten.“

 

 



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