mehr Verkehr

Eine neue Hiobsbotschaft trifft  die transitgeplagte Tiroler Bevölkerung. Unter dem Druck mehrerer Autobahnblockaden hatte die Tiroler Landesregierung 2009 ein Bündel an Massnahmen zur Verkehrsreduktion beschlossen. Die wichtigste davon, ein Schild mit der Aufschrift „Grüss Göttin“, wird nun abgebaut.Grüss Göttin Dies ist umso unverständlicher, als die, mit mehreren Umwelt- und Verkehrspreisen ausgezeichnete Installation durchaus wirksam war.. Einen Vergleich der Geisterfahrermeldungenspricht eine deutliche Sprache. Während vor 2009 Geisterfahrer in beiden Fahrtrichtungen gleich häufig anzutreffen waren waren, haben sie unmittelbar nach Errichtung des Schildes auf der Fahrbahn Richtung Innsbruck um bis zu 30 Prozent zugenommen. Verstörte Auto- und LKW Fahrer, die bei Anblick des Schildes ihr Fahrzeug wendeten und ihre Fahrt nach Italien auf alternativen Routen fortsetzen, waren die letzten 5 Jahre ein gewohntes Bild.  Erst kürzlich hatte ein deutsches Arbeitsgericht entschieden, dass hunderte Kilometer Umweg zumutbar sind, um die psychische Belastung der Fahrer durch „Grüss Göttin“ zu vermeiden. Die Verantwortung für das plötzliche Aus will niemand übernehmen.  Während im vergangenen Landtagswahlkampf  noch davon gesprochen wurde die Göttin an allen Tiroler Grenzübergängen grüssen zu lassen, scheint es nun, dass sich die Autofahrer- und Transitlobby durchgesetzt hat.



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