Innsbruck trifft Helsinki

Bislang war er nur in Finnland bekannt – der Saunabus. Die Innsbrucker Verkehrsbetriebe haben diese Attraktion nun auch nach Innsbruck geholt.  Die Sperre des Hallenbades Amraserstraße in Verbindung mit dem schlechten Sommerwetter hat zu einer Überfüllung der  verbleibenden Saunen geführt. Für die Innsbrucker Kommunalbetriebe bestand dringender Handlungsbedarf. saunabusZum Glück konnten die Verkehrsbetriebe in die Bresche springen.  Für IVB-Direktor Martin Baltes ergab sich eine ausgesprochene win-win Situation.
„Bei vielen Fahrzeugen unseres Fuhrparkes wären teuere Reparaturen an der Klimaanlage fällig gewesen. Wir konnten günstig die Bädertechnik des Hallenbades übernehmen und diese in unsere Busse einbauen.  Der Umbau erfolgte in der betriebseigenen Werkstatt und daher mit sehr geringen Kosten. Der hintere Teil der Gelenkbusse dient nun als Saunakabine, im Vorderteil ist der Ruhebereich untergebracht. Die ersten umgerüsteten Fahrzeuge sind bereits auf Linie und werden von den Fahrgästen mit Begeisterung angenommen. Beschwerden gab es lediglich von einigen wenigen. Meistens hatten sie übersehen, dass Saunabusse grundsätzlich textilfrei benutzt werden. Aufgüsse sind jeweils alle 5 Haltestellen vorgesehen. Allerdings haben Fahrgäste durchaus die Möglichkeit zwischendurch selbst Aufgüsse zu machen. Die Aufgussmittel werden von der IVB gestellt“.  Ob der Saunabus auch in der Wintersaison weitergeführt wird ist derzeit noch offen. Dafür müssten allerdings erst die Wartehäuschen zu Umkleidekabinen umgerüstet werden.  Für Baltes ist das einfach eine wirtschaftliche Frage. Fix geplant sind jedoch Sonderfahrten mit Glühweintrinken am Christkindlmarkt. Bis dahin heißt es jedoch „Schwitzen auf allen Linien“.



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