Finanztransaktion

Harte Verhandlungen stehen der Stadt Innsbruck bevor, wenn sie wirklich, wie kolportiert, das Innsbrucker Finanzamt kaufen will. Finanzminister Michael Spindelegger bezeichtnete das vorligende Angebot in einer ersten Reaktion jedenfalls als Rosinenpickerei. finanzamtDie Stadt orientierte sich in den Preisvorstellungen an der Bewertung des benachbarten Landesgendarmeriekommandos. Dazu heisst es jedoch aus dem Finanzministerium kathegorisch: „Wer ein Finanzamt haben will, muss auch die daran geknüpften anteiligen Staatsschulden mitübernehmen“. Im Falle des Finanzamtes Innsbruck wären dies knapp 10 Mrd. Euro. Ein Brocken, der für die Stadt Innsbruck nur schwer zu schlucken ist.
Bürgermeisterin Christine Oppitz Plörer zeigt sich jedoch verhandlungsbereit.  „Wir stehen erst am Beginn der Gespräche.  Aus städtischer Sicht müssten auf jeden Fall die Kosten für die Hypo Alpe Adria herausgerechnet werden. Auch die seinerzeitige Übernahme der Bundesanteile der defizitären Olympiaworld können aus den Berechnungen nicht ausgeklammert werden. Unsere Experten gehen davon aus, dass wir uns irgendwo in der Mitte treffen werden.“  Von uns aus, so Oppitz-Plörer weiter,  wird es sicherlich keine kleinkarierte Feilscherei geben. „Im Gegenzug muss aber auch der Bund auf Innsbrucker Interessen Rücksicht nehmen. Etwa die Vergabe der Austragung des European Songcontestes an Innsbruck wäre sicherlich  ein positives Signal. Wenn hier die Bundesregierung ihren Einfluss geltend macht, soll es beim Finanzamtskauf auf die eine oder andere Milliarde nicht ankommen.“
Wie sehr die Stadt von einem positiven Ausgang der Gespräche überzeugt ist, zeigt sich auch daran, dass bereits zwei Vorschläge für ein neues Logo beauftragt wurden. Die Regierungskoalition sieht leichte Vorteile von

FIN‘
ANZAMT

gegenüber

FINANZ‘
AMT



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