Österreich bei Ebola säumig

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Bildquelle: Wikipedia

Scharfe Kritik an der Bundesregierung übte der Verband der Pharmazeutischen Industrie Österreichs (Pharmig). In einer Aussendung wies er auf schwere Versäumnisse, insbesondere im Gesundheitsressort, hin. Es sei durch nichts zu entschuldigen, dass es, Wochen nach Ausbruch in Westafrika, immer noch nicht gelungen ist, einen Ebolafall nach Österreich zu bringen. Die besten Medikamente und Impfstoffe sind vollkommen nutzlos, wenn es dafür keine Abnehmer gibt. Gerade in Krisenzeiten könnte die Pharmaindustrie Impulse für den wirtschaftlichen Aufschwung setzen. Dazu muss in der Bevölkerung aber auch ein entsprechendes Gefahrenbewusstsein geschaffen werden.
Bei den Vogel- und Schweinegrippepandemien war Österreich im Panikindex noch auf den vordersten Plätzen zu finden. Dementsprechend konnte auch der Absatz an Tamiflu und Grippemasken neue Höchstwerte erzielen. Von diesen Erfolgen ist man heutzutage meilenweit entfernt. Schon 2011 bei der EHEC-Epidemie wurde es verabsäumt für entsprechende Krankheitsfälle zu sorgen. Die wirtschaftlichen Folgen für die Medikamentenerzeuger in Österreich sind bis heute nicht überwunden. Nun hat es den Anschein, dass der gleiche Fehler wiederholt wird. Für die Zukunft zeichnet der Verband ein düsteres Bild.
Wenn nicht raschest eine heimische Ebolaerkrankung diagnostiziert wird, wird es sehr schwer werden den Produktionsstandort Österreich längerfristig abzusichern. Dies wirkt sich in Folge auch auf Ärzte und Apotheken aus. Die Umbesetzung im Gesundheitsministerium wäre die letzte Gelegenheit um einen Umschwung herbeizuführen. Die Pharmazeutische Industrie ist in jedem Fall zur Mithilfe bereit.



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