Valentingstag

Liebe Leserinnen vor allem aber liebe Leser.

14. Februar – wir müssen stark sein.

Wie jedes Jahr pünktlich um 0:00 Uhr hat die Erde auf ihrer Bahn jenen Punkt erreicht, der den Beginn des unseligen Tages markiert an dem Ehen scheitern und Beziehungen zerbrechen wie die im Frühjahr dünn gewordene Eisdecke eines zugefrorenen Sees unter einer Eishockeymahnschaft – oder unter mir.

Das alles wegen unseres Glaubens. Der Glaube, dass der von einer Frau gesprochene Satz „wir schenken uns heuer nichts“ auch bedeutet, dass heuer nichts geschenkt wird.
Mitnichten.
Der von einer Frau ausgesprochene Satz „wir schenken uns heuer nichts“ bedeutet, sogar wenn er scheinbar mit dem Zusatz „das ganze ist ohnehin eine Erfindung des Blumenhandels“ untermauert ist, dass sie ihm nichts schenkt – nichts, abgesehen von dem im Satz versteckten Hinweis, dass wieder die Zeit gekommen ist an der er ihr seine unerschütterliche Liebe zu beweisen hat.
Gnade dem Unglücklichen der das nicht weiß. Der leere Blick der ihn daheim empfängt harmoniert zumindest kurzfristig, auf seltsame Art und Weise mit seinen leeren Händen. Dies hält aber nur kurz. Sekunden später beginnt unweigerlich die uralte Tragödie. Die gerade noch leeren Augen füllen sich schlagartig mit Tränen.
Die mehr geschluchzt als gesprochenen Worte „Du liebst mich nicht mehr“ sind das Fanal, das das Ende des Dramas und der Beziehung markieren. Dazwischen liegen alle Grausamkeiten zu der Enttäuschung Menschen befähigt.

Also liebe Leser, kauft diese verdammte Staude, es ist Valentinstag, der Festtag der Liebenden.



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