Umweltproblem Altregen

Der nasse Sommer hat ein riesiges Umweltproblem akut werden lassen. Da durch die starken Niederschläge der vergangenen Monate der Bedarf an Gartenbewässerung stark zurückgegangen ist, stapelt sich in den Tiroler Haushalten hektoliterweise Altregen. altregensammlungVielfach wird dieser einfach über die Kanalisation entsorgt. Dabei stellt Altregen einen wertvollen Rohstoff dar. Grund genug für Tirols Umweltlandesrätin Ingrid Fellipe aktiv zu werden. Gemeinsam mit der Stadt Innsbruck und der Caritas rief sie das Projekt Altregensammlung ins Leben. In einem Pilotversuch werden bei den Innsbrucker Müllsammelinseln künftig auch Altregentonnen aufgestellt. Das hier gesammelte Wasser wird händisch gereinigt und mittels Tieftemperatur zu Schnee verfestigt. Diesen Part übernimmt die Caritas. Schwer vermittelbaren Jugendlichen kann damit einen Arbeitsplatz und Perspektiven geboten werden. Fellipe schätzt, dass der Inhalt eines einzigen Regenfasses ausreicht um einen Kubikmeter Schnee zu erzeugen. Schnee, der eingelagert, und in der Skisaison kostengünstig an Wintersportorte verteilt werden kann. An eine gesetzliche Pflicht zur Regensammlung ist auf Seiten des Landes vorerst nicht gedacht. Vielmehr glaubt die Grünpolitikerin mit Aufklärung und Appellen an die Vernunft das Projekt zum Erfolg führen zu können. Nach Abschluss der Versuchsphase in Innsbruck soll in ganz Tirol Altregen gesammelt und verarbeitet werden. Applaus für die Idee gab es bereits von Seit den der Touristiker und der Seilbahnwirtschaft. Fellipe kann damit bei einer Bevölkerungsgruppe punkten, die normalerweise nicht unbedingt zu ihrer Fanbase zählt.



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