Straßenkämpfe

Der Tagungsort hätte nicht besser gewählt werden können. Auf dem traditionsreichen Boden des Bergisels traf sich gestern die Tiroler Landesregierung, um über Vergeltungsmassnahmen gegen die deutschen Mautpläne zu beraten.

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Orginalbild: Wikipedia Andreas Hofer Denkmal Kufstein CC BY-SA 3.0

Die ursprüngliche Idee, die Mautpflicht in Tirol ebenfalls auf Bundes- und Landesstrassen auszuweiten, musste auf Grund von Befürchtungen, dass deutsche Urlauber die Kosten anderswo wieder einsparen würden, rasch wieder aufgegeben werden Damit würden letztlich die heimischen Tourismusbetriebe die Maut tragen. Auch die Einführung einer Schipistenmaut wurde aus diesem Grund verworfen.
Letztlich einigte sich die Regierung einstimmig auf ein landesweit geltendes Tempolimit von 70 km/h auf Autobahnen, Bundes- und Landestrassen für alle Kraftfahrzeuge mit deutschen Kennzeichen.
„Diese Massnahme hat einen Dreifacheffekt“, freut sich Verkehrslandesrätin Ingrid Fellipe. „Wir tragen damit nicht nur dem Volkszorn angemessen Rechnung und treffen die Deutschen dort, wo sie es ihnen auch wirklich weh tut, wir erwarten uns auch eine wesentliche Entlastung für die verkehrsgeplagte Bevölkerung“.
„Wir holen uns über empfindliche Strafen jeden Cent zurück, den Tiroler Autofahrer für die deutsche Maut bezahlen müssen, ergänzt Landeshauptmann Günther Platter kämpferisch.“

Im Zuge der Umrstellung der stationären Radaranlagen auf Frontradarsysteme wird gleichzeitig auch eine Kennzeichenerfassung mit Erkennung deutscher KFZ-Kennzeichen installiert. Dabei kommt eine ähnliche Technologie wie bei der Videomaut zum Einsatz. Fachleute erwarten, dass die Umweltentlastung ausreichen könnte um das kürzlich beschlossene Tempo 100 wieder rückgängig machen zu können.

 



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