Spielaustrieb

Nachdem der Sicherheitssprecher der SPÖ Otto Pendl, Computerspiele als eine der Ursachen für den Jihadismus entdeckt hat, setzt sich seine Partei einen neuen Themenschwerpunkt. Im Mittelpunkt steht die Frage wie weit Spiele generell für Fehlentwicklungen in unserer Gesellschaft und auf der Welt verantwortlich sind.

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Bildquelle: http://pixbay.com

Dabei will man sich nicht auf Computerspiele alleine beschränken. So ist es beispielsweise offensichtlich, dass „Mensch Ärgere Dich Nicht“ maßgeblich auf die Asylpolitik Einfluss hat. Beim Schlagen der gegnerischen Spielfiguren wird genau jenes reflexartige Verhalten eingeübt, das später in den Ruf nach Abschieben in die Heimatländer mündet. „Monopoly“ macht aus Kindern später neoliberale Turbokapitalisten und ist damit Hauptursache für die Bankenkrise und die hohen Mietpreise. Das Hinblättern von Spielkarten entspricht dem Hinblättern von Geldscheinen und führt in späterem Leben unweigerlich zu Kaufsucht und Konsumrausch. Aber auch die Allerjüngsten sind bereits den schädlichen Einflüssen des Spielens ausgeliefert. Jeder, der beobachtet, wie Kinder ihre in der Sandkiste ihr Territorium, mit Eimer und Schaufel verteidigt, kann sehen, wie Nationalismus entsteht. Ohne Puppenküchen bräuchte es später keine Quotenregelung und der Einfluss von Mikado auf die Unbeweglichkeit der Beamtenschaft ist sogar schon sprichwörtlich. Die Forderung der SPÖ ist klar. Wenn sich die Gesellschaft zu etwas Besserem entwickeln soll, müssen bereits die Kindern von den schädlichen Einflüssen des Spielens ferngehalten werden.



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