Sophie Karmasin folgt Spindelegger nach.

Bekanntermaßen haben die Favoriten für den ÖVP Bundesparteiobmann meist die schlechteren Karten. Deshalb ist es auch nicht überraschend, dass weder Jungstar Sebastian Kurz noch der Senkrechtstarter im ÖVP-Kabinett Andrä Rupprechter das Rennen um die Nachfolge von Michael Spindelegger für sich entscheiden konnten.

Bildquelle Wikipedia

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Mit Sophie Karmasin übernimmt, erstmals in der Geschichte der ÖVP, eine Frau die Führung bei den Schwarzen. Auch wenn die SPÖ gerade in einer Quotendebatte gefangen ist und sich die Bestellung daher als geschickter Schachzug erweisen könnte, herrscht dennoch allenthalben Überraschung. Auch Sophie Karmasin selbst gibt in einer ersten Stellungnahme an, keine Ahnung gehabt zu haben. Ihrer Einschätzung nach hätte Reinhold Mitterlehner als lachender Dritter aus dem Kampf Kurz gegen Rupprechter hervorgehen müssen. Aber, scherzt Karmasin weiter, es ist ja nicht das erste mal, dass Meinungsforscher daneben liegen. Ausschlaggebend für ihre Nominierung war letztlich eine Blitzumfrage des unabhängigen Motivforschungsinstitutes Karmasin. Diese attestierte der noch-Familienministerin die besten Umfragewerte. Besonders bei der Frage „Wem trauen Sie am ehesten zu die ÖVP aus der Krise zu führen“ konnte sie alle Mitbewerber weit hinter sich lassen.  Aber auch der Tiroler Parteiobmann Günther Platter, der sich zum Anführer des Aufstandes gegen Spindelegger aufgeschwungen hatte, kann sich zu den Siegern der parteiinternen Personalrochade zählen.Der Tiroler Andrä Rupprechter folgt Spindelegger im Finanzministerium nach.   Rupprechter hat gerade in der Ukraine-Krise bewiesen, dass er Äpfel und Birnen zusammenzählen kann.



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