Schokogate

Nachdem sich das ZDF dafür entschuldigt hat, dass ein Moderator bei einem Bericht über Hooligans ein braun wirkendes, olivgrünes Hemd getragen hat, gerät nun der Süßwarenhersteller Ferrero ins Zentrum der Kritik. Konsumenten war aufgefallen, dass sich im Angebot des italienischen Konzernes lediglich 2 Produkte befinden, die nicht großteils oder komplett braun sind. Hier kann man wohl schwer von einem Zufall sprechen.

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Es geht auch anders

Das offenkundig mangelhafte Geschichtsverständnis ist um so empörender, als Kinder und Jugendliche Hauptzielgruppe der Firma sind. In einer ernährungsphysiologischen Untersuchung konnte nachgewiesen werden, dass die Kombination der Farbe braun mit süßem Geschmack Wegbereiter für ein späteres Abgleiten in die rechtsradikale Szene ist. Dass Schokolade eben braun ist, weisen die Kritiker entschieden zurück. Diese Schutzbehauptung wird schon dadurch unglaubwürdig, dass Ferrero mit Raffaello selbst bewiesen hat, dass Schokolade nicht zwingend Bestandteil von Süßigkeiten sein muss, Es ist auch ohne weiteres möglich weiße Schokolade zu verwenden. Selbst braune Schokolade lässt sich, wie M&M Choco vorbildlich vorzeigt, bunt präsentieren. Im Internet werden bereits die ersten Boykottforderungen gegen Ferrero laut. Dass der Proteststurm auch andere Schokoladenhersteller erfassen könnte gilt als eher unwahrscheinlich. Schoko-Riese Milka etwa betont, dass sich die Branche, von einigen Außenseitern einmal abgesehen, sehr wohl der Problematik bewusst ist. Milka selbst hat genau aus diesem Grund die politisch völlig unverdächtige Farbe Lila in das Zentrum ihrer Aktivitäten gerückt.



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