Rentenrettung

Minus mal Minus ergibt Plus war wohl die Grundidee des Paketes, das Sozialminister Hundsdorfer und Finanzminister Spindelegger heute der erstaunten Öffentlichkeit präsentierten. „Damit ist es uns gelungen“, jubilierten die beiden Politiker unisono, „zwei wesentliche Probleme dieser Republik zu eliminieren.“ spindeldorferBekanntlich hatte die kürzliche Einführung des Pensionskontos viele Menschen zu der Annahme verleitet, dass sie über ein, wenn auch sehr kleines, Pensionsguthaben verfügen, dass ab Eintritt des Rentenalters zur Auszahlung gelangt. „Tatsächlich handelt es sich aber um ein Scheinguthaben“, so Spindelegger und Hundsdorfer weiter, „also um genau jene Form nicht vorhandener Geldmittel, für die gerade die notverstaatlichte Hypo Alpe Adria ein ungeheueres  Knowhow mitbringt. Daher war es naheliegend die real nicht vorhandenen Guthaben der Pensionskonten in Form von Anleihen in die Staatsbank einzubringen. Wir konnten damit die Eigenkapitalquote des Institutes signifikant erhöhen. Da nun, mit allen künftigen Pensionsempfängern, eine weitaus grössere Zahl an Gläubigern , die notfalls für die Bankenrettung einspringen müssen, bereit steht,  sinkt damit gleichzeitig das Risiko für die Steuerzahler zur Kasse gebeten zu werden.“
Experten erwarten, da die Pensionen künftig nicht direkt durch den Staat sondern über die Hypo ausbezahlt werden, dass gerade die bevölkerungsstarke Gruppe der über 50-jährigen der Bankenfinanzierung durch den Staat deutlich positiver gegenüber stehen werden.

Die Hypo Alpe Adria wird demnächst in Hypo Alte Adria umbenannt.



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