post-piratisch

Vor noch gar nicht langer Zeit als „Snail“, kurz für „snake-mail“ lächerlich gemacht, ist der klassische Brief zum Kommunikationsmittel der deutschen Piraten avanciert. asciiFür Stefan Körner, dem neugewählten Bundesvorstand der deutschen Piraten, ist das jedoch keineswegs ein Rückschritt ins analoge Zeitalter. „Hier wird einfach von Medien mit Halbwahrheiten das übliche Piratenbashing betrieben. Unsere Briefe an die Mitglieder sind selbstverständlich im binär notiertem ASCII-Code abgefasst und bestehen folglich nur aus Nullen und Einsen. So arbeiten Computer und so arbeiten Piraten – digital. Ob ich das über Internet oder Post verschicke ändert am Inhalt überhaupt nichts. Die Wahl der Post als Transportmittel ist einfach aus Sicherheitsgründen erfolgt. Mit keiner uns bekannten Entschlüsselungshard- oder software ist es bislang gelungen einen geschlossenen Brief zu öffnen. Dazu ist Handarbeit notwendig. Dafür hat, bei unseren Millionen potentieller Mitglieder, nicht einmal die NSA die entsprechende Kapazität.  Es hat ja einen Grund, dass Geheimdienste für Nachrichtenübermittlung nach wie vor auf tote Briefkästen setzen. “
Hier scheint es, dass die deutschen Piraten ihrem österreichischen Gegenstück nach wie vor voraus sind. Bei diesen dominieren nach wie vor Online-Lösungen wie Liquid-Feedback. Aber auch in Österreich verspüren die Offline-Piraten durch die deutsche Entscheidung Rückenwind.



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