Kraft(werks)akt

Der Tunnel ist tot, es lebe der Tunnel. So könnte man die Situation des Brennerbasistunnels am Besten beschreiben. Widerstände aus der Bevölkerung auf der bayrischen Seite und Finanzierungsprobleme in Italien verschoben die Realisierung jeweiligen Zulaufstrecken in eine ferne Zukunft. Fast schien es, dass der Tunnel die Alpen als nutzloses Loch zu durchbohren werde. Nun könnte dennoch ein Zukunftsprojekt daraus werden: Als Stollen für ein gigantisches Windkraftwerk.

Tesla's Erfindung

Tesla’s Erfindung

Die Alpen stellen nicht nur eine Wasser sondern auch eine Wetterscheide dar. Sie sind eine natürliche, gigantische Staumauer für Luftmassen dar. Schon verhältnismässig geringe Luftdruckunterschiede summieren sich zu einem riesigen Energiepotential. Wie gross dieses wirklich verspüren Tiroler leidvoll, wenn wieder einmal der Föhnsturm durch das Land bläst. Dabei entsteht Föhn nur, wenn der „Luftsee“ überläuft. Die Durchleitung der Luft durch den Tunnel macht ein vielfaches dieser Energie nutzbar und das praktisch ständig.
Um diesen Lufstrom in elektrischen Strom umzuwandeln greifen die Projektbetreiber auf eine mehr als 100 Jahre alte Erfindung zurück. Die von Nicola Tesla 1909 zum Patent angemeldete und nach ihm benannte Turbine verspricht einen entsprechend hohen Wirkungsgrad. Mit modernsten Materialien wie Carbonfiber stellen auch die auftretenden hohen Drehzahlen kein unüberwindbares Hindernis mehr dar. Mit dem Strom aus dem Alpenkraftwerk (AKW) könnte nicht nur der gesamte Strombedarf Tirols gedeckt werden. Der Überschuss würde es auch erlauben die gesamte Brennerautobahn zu elektrifizieren. Die rollende Schiene, also Güterzüge, die per Elektro-Lkw über die Alpen befördert werden, sind keine Zukunftsmusik mehr.



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