EU will kochen reglementieren.

Ernährungsfehler gehören in Europa und Amerika zu den häufigsten Ursachen vermeidbarer Erkrankungen. Dem will die EU jetzt entgegentreten. Vytenis Andriukaitis EU-Kommissar für Gesundheits- und Verbraucherschutz präsentierte gestern den Entwurf einer Richtlinie, in der die Zubereitung von Nahrungsmittel durch Erhitzen in einem Kochgeschirr einer längst überfälligen Regelung unterworfen wird.

Wissenschaftliche Studien weisen bereits seit längerem darauf hin, dass durch den Erhitzungsprozess Lebensmittel eine Veränderung erfahren. Dabei können chemische Reaktionen auftreten, die nicht restlos erforscht sind. Eine gesundheitliche Gefährdung kann aus heutiger Sicht nicht vollständig ausgeschlossen werden.

Dr. Töpfchen-Pfanner: "Man weiss nicht was drinnen ist."

Dr. Töpfchen-Pfanner: „Man weiss nicht was drinnen ist.“

Während Kritiker der Richtlinie einwenden, dass praktisch seit Beginn der Menschheit gekocht wird, findet Lebensmittelexpertin Dr. Töpfchen-Pfanne vom Deutschen Krenforschungszentrum eine strenge Regelung richtig und notwendig.
„Es ist zu beobachten, dass immer mehr Kinder und Jugendliche zu Gekochtem greifen. Uns sind Fälle bekannt, in denen Kinder bereits ab dem ersten Lebensjahr diesem Chemikaliengemisch ausgesetzt wurden. Aber selbst wenn Kinder das Gekochte nicht selbst essen, sind sie dennoch, dem beim Kochen unvermeidbar entstehenden, Küchendunst ausgesetzt. Hier wird nicht, wie vielfach behauptet, nur harmloser Wasserdampf an die Umgebungsluft abgegeben, es werden unter andrem auch die verschiedensten Aromengemische emittiert. Selbst Metall und Metalloxidpartikel können aus dem Kochgeschirr ins Essen und in den Küchendunst gelangen. Wie weit die beim Grillen entstehenden krebserregenden Stoffe wie Nitrosamine und Benzpyrene auch beim Kochen auftreten, muss noch genauer erforscht werden. Besonders bedenklich ist aber ist es, dass beim Kochen willkürliche Stoffe zusammen gemischt werden. Man weiß dann einfach nicht mehr was drinnen ist.

Wenig Verständnis für die Aussagen Töfpchen-Pfanners zeigt ein vehementer Befürworter des Kochens, Christian Rach. Der Inhaber mehrerer Restaurants und selbst leidenschaftlicher Koch sieht kochen als kulturelle Aufgabe und ortet Genussfeindlichkeit.

Eine Aussage die Dr. Töpfchen-Pfanne besonders empört. Eine skrupellose Kochlobby übt massiven Druck auf die Politik aus um ihre Geschäfte voranzutreiben. Selbst Medien wurden und werden unterwandert. Durch Kochen wird kein Genuss erzeugt, im Gegenteil, der Geschmack wird verändert.



'EU will kochen reglementieren.' have 4 comments

  1. 15. April 2015 @ 18:40 Dr. S. Punk

    Mir ist sogar ein Fall bekannt, in dem 2 weibliche Jugendliche einen Ausstieg aus dem Kochen versucht haben. Nach einer 8-monatigen Hungerphase sind beide wieder zum Kochen zurückgekehrt und leiden nun gleichzeitig unter Adipositas und Bulämie. Ein Teufelskreis!

    Reply

    • 16. April 2015 @ 20:21 Dreiditagebart

      Adipositas ist dasselbe wie Bulämie. Nur bei der Adipositas kommt erschwerend hinzu, dass der Erkrankte nach jeder Essatacke das Übergeben vergisst.

      Reply

  2. 15. April 2015 @ 20:58 Anja M.

    Wie geil ist das denn! Danke!

    Reply

  3. 15. April 2015 @ 21:47 Hans Schmidt

    Unsere EU-Realität stellt immer höhere Anforderungen an Satire. Zumindest wenn sie nicht nächstes Jahr zur Realität werden soll. Die Erfindung immer neuer absurder Regelungen erfolgt schneller als man die dazugehörigen Gesetze lesen, geschweige denn erfassen kann. Die Bananenkrümmung war nur der Anfang. Jetzt sind wir bereits im steil ansteigenden Ast der Exponentialfunktion. Jeder Politiker, der vorgibt zu wissen vorgibt worüber er gerade abstimmt lügt.

    Reply


Would you like to share your thoughts?

Your email address will not be published.

Bilder können, sofern keine Bildquelle angegeben ist, nach Belieben weiterverwendet werden. Ebenso können Texte und Artikel uneingeschränkt genutzt werden.