Back to the roots.

Die Ankündigung, dass Windows 10 ohne den Internet Explorer ausgeliefert wird, hat uns neugierig gemacht. Tatsächlich ist es uns mit Hartnäckigkeit gelungen eine presales-Version des neuen Microsoft Betriebssystems zum Testen zu erhalten. Schon beim Einlegen der Installations-CD offenbarte sich uns die erste Überraschung. Die Bezeichnung des neuesten Sprosses aus der Windows-Familie wird „Roots“, zu deutsch Wurzeln, lauten. windows10Damit wird auch die Philosophie trefflich beschrieben. Lange Boot-Zeiten gehören endgültig der Vergangenheit an. Nahezu unmittelbar nach dem Einschalten des Computers präsentiert sich der Bildschirm in elegantem Schwarz. Wenige, wie graviert wirkende Schriftzeichen und ein blinkender Cursor informieren den Benutzer über das wesentliche, das Betriebssystem ist Windows und der Computer ist bereit. Auf Kacheln, Fenster, Menüleisten und Mauszeiger wartet man vergeblich. Die Oberfläche stellt unaufdringlich die am Meisten genutzte Funktion in der Computerwelt zur Verfügung, nämlich Texte einzutippen. Offenbar hat man sich bei Microsoft auf jene Zeit zurückbesonnen in der Firmen wie Commodore, Atari oder Apple versuchten mit mehr oder weniger buntem Firlefanz Nutzer zu gewinnen. Der Markt hat sich für den PC und MS-Dos entschieden.

Trotzdem, Windows Roots ist nicht nur ein einfaches Remake einer vergangenen Ära. Unter der Oberfläche findet sich alles, was die moderne Computerwelt ausmacht, wie uns ein Microsoft-Sprecher stolz erklärt. „Windows Roots ist bei den Userfunktionen extrem ressourcenschonend. Wir können daher die Rechenleistung, die moderne Computer bieten, für die Nutzeranalyse einsetzen. Windows Roots wird den autorisierten Stellen nicht mehr nur rohe Daten sondern ein vollständiges lokal erstelltes Benutzerprofil liefern können. Auch Werbebotschaften können wir künftig wesentlich effizienter platzieren. Wir wissen wo die Aufmerksam des Users liegt – beim Cursor“



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